5 Tangotext Übersetzungen

Tangonautics - Tango in München - Tangotext Übersetzungen

Cafetín de Buenos Aires

Text: Enrique Santos Discépolo (1947)
Übersetzung: Andreas Thun & Demian Gawianski

 

De chiquilín te miraba de afuera como a esas cosas que nunca se alcanzan… La ñata contra el vidrio, en un azul de frío, que sólo fue después viviendo igual al mío…

Als Kind betrachtete ich Dich von außen wie diese Sachen, die man niemals erreicht. Die Nase gegen das Fenster, an ein kaltes Blau, das durch mein späteres Leben meines geworden ist.

 

Como una escuela de todas las cosas, ya de muchacho me diste entre asombros: el cigarrillo, la fe en mis sueños y una esperanza de amor.

Wie eine Schule für alle Dinge gabst Du mir schon als Junge unter Staunen: die Zigarette, den Glauben an meine Träume und eine Hoffnung auf Liebe.

 

Cómo olvidarte en esta queja, cafetín de Buenos Aires, si sos lo único en la vida que se pareció a mi vieja…

Wie kann ich Dich in dieser Klage vergessen, kleines Café von Buenos Aires, denn Du bist das einzige im Leben, das meiner Mutter ähnlich war.

 

En tu mezcla milagrosa de sabihondos y suicidas, yo aprendí filosofía… dados… timba… y la poesía cruel de no pensar más en mí.

Aus Deiner wunderbaren Mischung von Besserwissern und Selbstmördern lernte ich Philosophie, Würfeln, Glücksspiel und die grausame Poesie, nicht mehr an mich zu denken.

 

Me diste en oro un puñado de amigos, que son los mismos que alientan mis horas: (José, el de la quimera… Marcial, que aún cree y espera… y el flaco Abel que se nos fue pero aún me guía….).

Du gabst mir eine Handvoll goldener Freunde, die gleichen, die meine Stunden ermuntern: José, mit seinen Hirngespinsten, Marcial, der noch immer glaubt und hofft, und der dürre Abel, der von uns ging, aber mein Vorbild geblieben ist.

EL CHOCLO

version de DISCEPOLO de 1947
Übersetzung: Andreas Thun & Demian Gawianski

 

Con este tango que es burlón y compadrito
se ato dos alas la ambición de mi suburbio;
con este tango nacio el tango y como un grito
salio del sórdido barrial buscando el cielo;
conjuro extraño de un amor hecho cadencia
que abrio caminos sin mas luz que la esperanza,
mezcla de rabia de dolor, de fe, de ausencia
llorando en la inocencia de un ritmo juguetón.
Mit diesem Tango, der spöttisch und angeberisch ist,
hat der Ehrgeiz meines armen Vorortes sich zwei Flügel angebunden;
mit diesem Tango wurde der Tango geboren und wie ein Schrei
verließ er den schäbigen Vorort, den Himmel suchend.
Seltsame Beschwörung einer Liebe, welche Musik geworden ist,
die Wege öffnete ohne weitere Regeln außer ihrer Hoffnung,
Mischung aus Wut, aus Schmerz, aus Glaube, aus Abwesenheit
weinend in der Unschuld eines spielerischen Rhythmus.

 
Por tu milagro de notas agoreras,
nacieron sin pensarlo, las paicas y las grelas,
luna en los charcos, canyengue en las caderas,
y un ansia fiera en la manera de querer…
Al evocarte, tango querido,
siento que tiemblan las baldosas de un bailongo
y oigo el rezongo de mi pasado…
Hoy que no tengo más a mi madre,
siento que llega en puntas de pie para besarme
cuando tu tango nace al son de un bandoneón…

 

Wegen Deiner Wunder der vorausahnenden Noten,
sind unabsichtlich die Tangueras geboren worden,
Mond in den Pfützen, Canyengue in den Hüften,
und eine wilde Sehnsucht nach der Art zu lieben.

Wenn ich dich ins Gedächtnis zurückrufe, geliebter Tango,
f
ühle ich daß die Fliesen eines Tanzsaals zittern
und ich höre das Murren meiner Vergangenheit.
Heute, wo ich meine Mutter nicht mehr habe,
fühle ich, dass sie auf Zehenspitzen kommt um mich zu küssen
wenn Dein Tango zum Klang eines Bandoneons entsteht.
Carancanfunfa se hizo al mar con tu bandera
y en un ‚pernod“ mezcló a Paris con Puente Alsina.
Fuiste compadre del gavión y de la mina
y hasta comadre del bacán y la pebeta.
Por vos shusheta, cana, reo y mishiadura
se hicieron voces al nacer con tu destino…
Misa de faldas, querosen, tajo y cuchillo,
que ardio en los conventillos y ardio en mi corazón!

“Carancanfufa” (der Tango) ist mit deiner Flagge ins Meer gesprungen
und in einem Pernod hat er Paris und Puente Alsina gemischt.
Du warst der Pate des Gavion (Angebers) und der Mina (der Frau)
und sogar die Patin des Bacans (ein Mann mit Geld) und der Pebeta (Mädchen).
Wegen Dir sind shusheta (fashion victim), cana (Polizist), reo (Armer) y mishiadura (Armut) Stimmen geworden, geboren mit Deinem Schicksal.(Bedeutung: Wegen Dir ist Lunfardo geboren worden)

Eine Masse von Rücken, Lampenöl, Schlitz und Messer,
die in den Conventillos (Mietkasernen) brannte und in meinem Herzen brannte.

El día que me quieras – Der Tag, an dem Du mich liebst

Text: Alfredo Le Pera (1935)
Musik: Carlos Gardel
Übersetzung: Andreas Thun & Demian Gawianski

 

Acaricia mi ensueño el suave murmullo de tu suspirar,
como ríe la vida si tus ojos negros me quieren mirar…
y si es mío el amparo de tu risa leve, que es como un cantar…
ella aquieta mi herida, todo, todo se olvida..

Es streichelt meine Träume das liebliche Summen Deines Seufzens,
wie lacht das Leben, wenn Deine schwarzen Augen mich anschauen möchten…
und wenn der Schutz Deines leichten Lachens, das es wie ein Gesang ist, mir gehört…
sie beruhigt meine Wunde, alles, einfach alles vergisst man dabei…

 

El día que me quieras la rosa que engalana se vestirá de fiesta con su mejor color.
y al viento las campanas dirán que ya eres mía, y locas las fontanas se contarán tu amor.

An dem Tag, an dem Du mich liebst, wird sich die schmückende Rose für das Fest mit ihrer besten Farbe kleiden und die Glocken werden zu dem Wind sagen, dass Du schon mein bist und die Springbrunnen, ganz verrückt, werden Deine Liebe erzählen.

 

La noche que me quieras desde el azul del cielo las estrellas celosas nos mirarán pasar,
y un rayo misterioso hará nido en tu pelo, luciérnaga curiosa que verá que eres mi consuelo.

In der Nacht, in der Du mich liebst, werden die eifersüchtigen Sterne uns vom Blau des Himmels zuschauen,
und ein mysteriöser Strahl wird in Deinem Haar nisten, neugieriges Glühwürmchen, das sehen wird, dass Du mein Trost bist.

 

El día que me quieras no habrá mas que armonías, será clara la aurora y alegre el manantial,
traerá quieta la brisa rumor de melodías y nos dirán las fuentes su canto de cristal.

An dem Tag, an dem Du mich liebst, wird es nur Harmonie geben, die Morgenröte wird hell sein und die Quelle froh,
die ruhige Brise wird das Rauschen von Melodien mitbringen und die Brunnen werden uns ihren Kristall-Gesang vortragen.

 

El día que me quieras endulzará sus cuerdas el pájaro cantor florecerá la vida no existirá el dolor.

An dem Tag, an dem Du mich liebst, wird der Singvogel seine Stimmbänder versüßen, wird das Leben aufblühen, wird es keinen Schmerz geben.

Sur

Übersetzung: Andreas Thun & Demian Gawianski

 

Vuelvo al Sur,
como se vuelve siempre al amor,
vuelvo a vos,
con mi deseo, con mi temor.

Ich kehre zurück in den Süden,
so wie man immer zur Liebe zurückkommt,
ich komme zurück zu Dir,
mit meinem Verlangen, mit meiner Furcht.

Llevo el Sur,
como un destino del corazon,
soy del Sur,
como los aires del bandoneon.

Ich trage den Süden,
wie ein Ziel des Herzens.
ich bin aus dem Süden,
wie die Lüfte des Bandoneons.

Sueño el Sur,
inmensa luna, cielo al revés,
busco el Sur,
el tiempo abierto, y su despues.

Ich träume vom Süden,
riesiger Mond, der Himmel umgekehrt,
ich suche den Süden,
die offene Zeit und seine Zukunft.

Quiero al Sur,
su buena gente, su dignidad,
siento el Sur,
como tu cuerpo en la intimidad.

Ich liebe den Süden,
seine guten Leute, ihre Würde,
ich fühle den Süden,
wie Deinen Körper wenn ich Dir nahe bin.

Te quiero Sur,
Ich liebe Dich, Süden

Sur, te quiero.
Süden, ich liebe Dich

Que falta que me hacés (1964)

Musik: Armando Pointier / Miguel Caló
Text: Federico Silva
Übersetzung: Andreas Thun & Demian Gawianski

No estás!
Te busco y ya no estás.

Du bist nicht da!

Ich suche Dich und Du bist nicht mehr da.

 

Espina de la espera que lastima
más y más…
Gritar
tu nombre enamorado.
Desear
tus labios despintados,
como luego de besarlos…
¡No estás!
Te busco y ya no estás.
¡Qué largas son las horas
ahora que no estás!

 

Der Stachel des Wartens der

mehr und mehr

verletzt.

Deinen verliebten Namen zu rufen.

Deine abgeschminkten Lippen
zu begehren
wie nach dem Küssen.
Du bist nicht da!

Ich suche Dich und Du bist nicht mehr da.

Wie lang sind die Stunden jetzt wo Du nicht da bist.

Qué ganas de encontrarte
después de tantas noches.
Qué ganas de abrazarte,
¡qué falta qué me hacés!…
Si vieras que ternura qué tengo para darte,
capaz de hacer un mundo
y dártelo después.
Entonces, si te encuentro,
seremos nuevamente,
desesperadamente,
los dos para los dos.

 

Was für Lust habe ich Dich nach so vielen Nächten zu treffen.
Was für Lust habe ich Dich zu umarmen.
Wie sehr Du mir fehlst.
Wenn Du sehen würdest was für eine Zärtlichkeit ich Dir zu geben habe.

Fähig eine Welt zu schaffen und sie Dir danach zu geben.
Und dann, wenn ich Dich treffe

werden wir beide wieder,
hoffnungslos,
für uns beide da sein